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1981 - 2004   MICOS GmbH, Würselen/NRW

Hardware-Entwicklungsingenieur / Gruppenleiter Embedded Systems

Diese Funktion lässt vermuten, dass hier ausschließlich Entwicklungstätigkeiten ausgeführt wurden, aber durch die Struktur des Betriebs (30 bis 70 Mitarbeiter) werden/wurden wesentlich mehr Tätigkeiten (Zeitraum in Klammern) ausgeübt, wie folgt:

  • (1981 - 2004) Hardware-Entwicklung von Mikroprozessorsystemen und anverwandte Produkte für Automatisierungs- und Zutrittskontrollsysteme, inkl. Erstellung der notwendigen Dokumentation für Produktion und Benutzer, so wie Software-Abteilung oder Kunden. 
    Diese Entwicklung wurde bis 1988 auf die konventionelle Art ausgeführt, Entwurf von Logik mit Stift und Papier und aufkleben von Leiterbahnen auf transparenter Folie im Maßstab 2 zu 1. Danach wurde mit CAD-Systeme gearbeitet, so wie PCAD Masterdesigner und PADS PowerLogic / PowerPCB inkl. Autorouter.
    Die Leiterplatten wurden erst mit konventionellen ICs und später auch oder (fast) nur mit SMD-ICs produziert von 2 Lagen bis 6-fach Multilayer.
    Moderne Logik-Tools (ABEL, VHDL, Logiksimulator) wurden  benutzt zur Erstellung von PAL-, PLD- und CPLD-Designs, so wie LOG/IC, Viewlogic und Tools für Lattice-ICs (in circuit programmable PALs).
    Um ohne Zahnschmerzen das CE-Zeichen auf den Geräten oder Leiterplatten aufzukleben,  musste man angefangen vom Logikdesign bis zum Testen der Geräte und/oder komplette Systemen die EMV und die Gerätesicherheit berücksichtigen. Hierfür wurden die notwendige Messungen mit z.B. Frequenz-Analyser und externe Messungen und Prüfungen z.b. bei der FH-Aachen und der KEMA (Arnheim/NL) ausgeführt.
    Für die Nutzung von CAD-Systeme, Logik-Tools, sowie EMV und CE- Zertifizierung wurden verschiedene Schulungen besucht.
    Die folgende Produkten wurden entwickelt:
  1. (1981 - 2000) Mikroprozessorsysteme in Europakartenformat für 19-Zoll Gehäuse  (MIC86-System) bestehend aus:
    - CPU-Karten (80x86, V30, V40, V50) inkl. SCSI- und Floppyinterface
    - Speicherkarten für SRAM und EPROM
    - Grafikkarten
    - Digitale In- und Output-Karten mit Relais und/oder Optocoupler
    - intelligente Ethernet Interfacekarte
    - intelligente serielle Interfacekarten (Current-Loop, RS232, RS485)
    - intelligente Interfacekarte für Motorsteuerungen und Abstandsmessungen

    Diese Systeme wurden genutzt zu Automatisierungszwecken, wie Steuerungen von Produktionslinien und Hochregallagern, inkl. Verwaltung. Des weiteren für grafische Alarmmanagementsysteme und Zutrittskontrollzentralen von Zutrittskontrollsystemen aller Art.

  2. (1990 - 1996) Um den Wettlauf der CPU-Entwicklung nicht zu verlieren und auf Suche nach mehr Kapazität für oben genannte Mikroprozessor-Systeme, wurde eine PC-Interfacekarte (ISA-Typ) entwickelt, um die periphere Karten aus dem unter 1. aufgeführtem System an einem (Industrie-)PC anzuschließen und damit die Vorteile eines PCs zu nutzen. Das Hauptziel war, mehrere (mehr als 2) Grafikkarten (für z.b. grafische Alarmmanagementsysteme) und mehrere intelligente serielle Interfacekarten (für Zutrittskontrollzentralen) an einem PC zu betreiben.

  3. (1993 - 2001) Der letzte Schritt den PC im vollen Umfang zu nutzen für Zutrittskontrollesysteme, war die Entwicklung eines so genannten I/O-Server in einem 19-Zoll Gehäuse. Hierfür wurde eine neue CPU-Karte (MIC86-INET) für oben genanntes MIC86-System entwickelt. Diese Karte hat zum PC ein Ethernet- Interface (TPI) und kann mehrere periphere Karten bedienen.
    Hierdurch wurde das System viel flexibeler, weil man ein Standart-Interface nutzte und da man mehrere I/O-Servers pro PC einsetzen konnte und eventuell auch über größere Entfernung, was vorher nicht möglich war.

  4. (1981 - 2004) Geräte inkl. zugehörige Elektronik für Zutrittskontrollsysteme und Zeitmanagement mit verschiedene Prozessoren/Mikrocontroller, wie PIC16F-Family (Microchip), V25 (NEC), 80188 (Intel/AMD) und M16-Family (Mitsubishi/Renesas):
    - Kartenleser und Terminals, mit LED- oder LCD-Display, mit oder ohne Tastatur, mit unterschiedliche Kartentechnologie, wie Magnetstreifen,  induktiv und kontaktlos (proximity), wie z.b. HITAG, MIFARE und LEGIC. Schnittstellen: RS232, RS485 und drahtlose DECT-Übertragung.
    - Türsteuerungen.
    - Konzentratoren.
    - Lokale Zutritts-Controller für Leser und Türsteuerungen mit verschiedenen Schnittstellen, wie RS232, RS485 und TPI (10 und 100MBit).
    - Netzteile und Batterie Backup Systeme.
    - RS485-Repeater.
    - RS232/RS485 Umsetzer mit und ohne Intelligenz.
    - RS232/Current Loop Umsetzer.

  5. (1999 - 2000) Entwicklung einer Schaltung bzw. kleine Leiterplatte, die ein nicht mehr lieferbares IC komplett ersetzt. Es wurde ein IC von Siemens (in/decremental counter) nachempfunden. Dies wurde mit Hilfe von einem CPLD der Firma Lattice Typ ispLSI1032 realisiert. Die Logik wurde in VHDL programmiert.
  • (1981 - 2004) Support bei Probleme  bzw. Störungen auf Hardware- oder Software-Ebene.
    Wenn beim Testen, Programmieren oder bei der Inbetriebnahme von Geräte oder Systeme Probleme entstanden, die durch die (Service-) Techniker nicht gelöst werden konnten, musste der Entwicklungs-Ingenieur selber ran das Problem zu lösen. Hierbei wurde sowohl tief in der Hardware als auch in der Software eingetaucht.

  • (1981 - 2004) Software-Entwicklung in Assembler und höherer Programmiersprache (PLM86, C) inkl. Testen und Inbetriebnahme.
    Für die entwickelte Hardware wurde Testsoftware geschrieben, die anschließend im Testfeld der Fertigung zum Einsatz kam.
    Für eine Anzahl Produktionslinien und Hochregallagersteuerungen wurde die Software programmiert, Vorort getestet, eventuell modifiziert und in Betrieb gesetzt. Hierbei war ein enger Kontakt mit dem Kunden ein Muss, weil  hier eine bestehende Anlage ersetzt wurde und der Test und/oder die Inbetriebnahme nur am Wochenende möglich war. Hierdurch war optimale Koordination mit dem Kunden absolut erforderlich.

  • (1985 - 2004) Planen von komplette Systeme und Teile davon inkl. Ausarbeiten von Angebote und Pflichtenhefte. Es wurde immer versucht die verschiedenen Systeme zu verbessern und darum wurden öfter Änderungen im Konzept der Systeme verwirklicht, aus verschiedenen Gründen, so wie vertriebstechnische, Kostenbesparende oder systemtechnische Gründe. Solche Änderungen waren hauptsächlich notwendig beim Ausarbeiten von neuen Projekten, weil die meisten Systeme „Turn Key“ Systeme waren und auf den Kunden zugeschnitten, wodurch bei jedem Auftrag das Konzept überdacht werden musste. Natürlich wurde versucht ein hohes Maß an Standardisierung zu erreichen, um Kosten einzusparen, ohne die notwendige Flexibilität aus dem Auge zu verlieren, die für eine relativ kleine Firma äußerst wichtig ist.
    Hierbei wurde ebenfalls ein neues Adressierungskonzept für RS485-Kommunikation entwickelt, wobei die Adressierung programmierbar ist, auch bei einem “jungfräulichen” System. Die bei diesem Konzept zugehörigen Tools (Laptop oder PC plus Software) vereinfachen die Installation und den Service des Systems enorm und gehört zusätzlich eine Doppeladressierung hierdurch zur Vergangenheit.

  • (1985 - 2004) Projektingenieur in Kundenprojekte vom Angebot bis zur Realisierung.
    Beim Ausarbeiten von Kundenanlagen wurden immer Fremdprodukte, wie PC, Monitor, Tastatur, Maus, Ethernetkarte, Drucker und Kommunikationsapparatur aller Art, wie Analog-Modem, ISDN-Modem, Breitband-Modem, Modem für Standleitung, Glassfaserverbindungen für sowohl Modem- als Ethernettechnologie (10/100MBit), 10Base2/10BaseT-Konverter, LAN-Hub, LAN-Bridge, LAN-Switch. Das Wissen hierüber musste man natürlich ständig aktualisieren um den Kunden ein adäquates Produkt anbieten zu können.
    Wenn es nach dem Ausarbeiten der technischen und konzeptionelle Teile des Angebots zum Auftrag kam, mussten folgende Tätigkeiten ausgeführt werden:
  1. Bestellen der Fremdprodukte
  2. Bestellen der eigenen Gerätschaften bei der Produktionsabteilung
  3. Bestellungen so platzieren, das eine JIT-Lieferung (Just In Time) erreicht wird, um so mögliche Beschädigung, Ablauf der Garantie und eine große eigene Lagerkapazität zu verhindern
  4. Das Koordinieren und Projektieren von Installationsarbeiten mit dem Kunden, dem Zulieferer, der Serviceabteilung und der Softwareabteilung
  5. Den Projektverlauf akkurat verfolgen, um eventuelle Probleme schon im Vorfeld zu verhindern
  6. Das inhaltlich Zusammenstellen von Endprotokolle, worin die zu liefernde Einzelteile und die Funktionalität des Systems aufgeführt sind und mit Hilfe dieses Endprotokolls eine Systemabnahme durch dem Kunden erreichen
  • (1981 - 2004) Vorbereiten und durchführen von Schulungen für eigenes Personal oder für Kunden. Folgende Schulungen wurden veranstaltet, sowohl in niederländischer als deutscher Sprache:
    Systemaufbau, Installation, Service und Instandhaltung, Geräteschulungen für Zutrittkontrollzentralen, lokale Zutritts-Controller, Türsteuerungen, Ausweisleser, usw.

  • (1990 - 2004) Ausbilden von Praktikanten.

  • (1985 - 2004) Stellvertretender Hardware-Produktionsleiter.
    Bei Abwesenheit des Hardware-Produktionsleiters seine Funktion vorübergehend übernehmen.
    Planen und Koordinieren des Einkaufs, der Lagerverwaltung, der Produktion(smitarbeiter) und dessen Tätigkeiten, zum Zweck den gesetzten Aufliefertermin (auch Lagerware) zu erzielen, wenn möglich unter “normalen” Umständen, ohne viel Überstunden.

  • (2001 - 2004) Gruppenleiter der Entwicklungsabteilung Embedded Systems.
  1. Hauptverantwortlich für die Hardware-Entwickelung und die hardwarenahe Programmierung.
  2. Ressourcen-Planung: Projektieren und Koordinieren der Entwicklungstätigkeiten innerhalb der Abteilung, inkl. Kontrolle der betreffende Budgets und Termine, um so kostenbewusst und zielstrebig die Entwicklungsprojekte abzuwickeln.
  3. Technisches und persönliches Coaching und motivieren der Mitarbeiter.
  4. Zusammen mit sein Mitarbeitern entwickeln von neue Ideen und Konzepte, auch in Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen, wie Vertrieb, Marketing und Software.

Der Kundenkreis dieser Firma bestand z.b. aus Produktionsfirmen, Banken, Flughäfen, Ministerien, (Kern)Zentralen, Bundeswehr, Landmacht (NL).

Da ich meine Berufserfahrung seit 1978 ausschließlich in der BRD gemacht habe, ist es vielleicht überflüssig zu bemerken, dass ich die deutsche Sprache sowohl mündlich als schriftlich sehr gut beherrsche (oft werde ich von Deutschen als Rheinländer angesehen).